Das “andere” Mallorca, wie es immer so schön heißt, können Touristen am besten als Wanderer erkunden. Die Insel bietet abseits der touristischen Pfade malerische Wanderwege, entweder durch einsame Gebirgslandschaften, die teilweise über 1000 m hoch sind, durch sattgrüne, duftende Orangenplantagen, durch Wälder mit knorrigen Steineichen oder kleine Dörfer. Auch wenn Mallorca als Wanderziel kein Geheimtipp mehr ist, finden Naturliebhaber hier noch immer Ursprünglichkeit und Schönheit dieser Insel.
Reisebüros, die sich auf Wandertouristen spezialisiert haben, bieten Touren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade an. Aber gerade auf Mallorca kann man auch gut auf eigene Faust wandern gehen, Voraussetzung ist immer eine gute, verlässliche und vor allem aktuelle Wanderkarte. Besonders im Innern der Insel sind viele Wege in Privathand und oftmals dulden die Eigentümer keine Wanderer auf ihrem Grundstück. Diese Verbote sollten unbedingt akzeptiert werden. Wanderer sollten sich auch ansonsten rücksichtsvoll verhalten. Das gilt beispielsweise für Tore, die so wie vorgefunden wieder zu hinterlassen sind, Obst sollte man nicht unerlaubt pflücken und die Natur so belassen wie sie ist. Dann steht der Wanderfreude nichts im Wege.
Mallorca bietet Routen für kurze Wanderungen, aber auch für mehrtägige Märsche mit Übernachtungsmöglichkeiten. Ein Beispiel für eine Tagestour ist die etwa 14 km lange Wanderung vom Restaurant “Mirador de Ses Barques” in der Nähe von Sóller bis nach Port de Sóller. Von dort gibt es gute Möglichkeiten, wieder nach Sóller zurückzukehren. Eine andere Wanderroute findet man in Valldemosa, wobei das berühmte Städtchen Start und Ziel sein kann. Die Streckenlänge beträgt 18 km. Wanderbücher führen eine Vielzahl interessanter Routen auf.
Das “andere” Mallorca kennen und erforschen leider nicht so viele Urlauber.
Das finde ich aber sehr schade, da es sehr schöne Wanderwege gibt.