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Geschichte Mallorcas

Die wirklich spannende Geschichte Mallorcas ist geprägt von den ständig wechselnden Machtverhältnissen im Laufe der Jahrhunderte. Sowohl die Römer und Vandalen als auch Mauren, Byzantiner und ca. 146 v. Chr. sogar Piraten haben der Insel ihre Spuren aufgedrückt. Unter römischer Herrschaft erlebte Mallorca einen Aufschwung, es wurden nach römischem Vorbild Wasser-, Abwasserleitungen und Bäder gebaut, ebenso Theater, Einkaufsstraßen und öffentliche Plätze, Handel und Handwerk wurden gefördert, ebenso die Landwirtschaft.

Die stets angespannten Beziehungen zwischen den europäischen Königshäusern haben auch die Geschichte Mallorcas stark beeinflusst, ebenso die Entwicklung zur Demokratie nach dem Sturz des Diktators Franco, der in den 60er Jahren den Massentourismus auf der Insel förderte und nach dessen Sturz unter anderem die katalanische Kultur wieder eine Auferstehung erlebte.

Der englische Schriftsteller Robert Ranke-Graves lässt sich in den 30er Jahren auf Mallorca nieder, der berühmte Maler Joan Miró wählt die Insel 1945 zu seinem Wohnsitz und der polnische Komponist Frédéric Chopin verbringt im 19. Jahrhundert mit seiner Geliebten, der französischen Schriftstellerin George Sand und ihren Kindern einen Winter im Kloster von Valldemossa, der George Sand dann zu ihrem Roman „Ein Winter auf Mallorca“ inspiriert. Sie alle und viele andere füllen kleine Kapitel im Geschichtsbuch Mallorcas.

Zahlreiche Baudenkmäler, archäologische Fundstätten, die Ruinen der ehemaligen römischen Stadt Pollentia, Museen und Kirchen zeugen von der bewegten Geschichte der Insel, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben bis in die heutige Zeit geprägt hat.

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